Baustein für mehr Chancengerechtigkeit
Donnerstag, 24. Juni 2010

Potsdam. Die heutige Anhörung im Bildungsausschuss zur Änderung des Kindertagesstättengesetzes hat bestätigt: Die Neuerungen leisten einen wichtigen Beitrag für den funktionierenden Alltag in Brandenburgs Kitas. Die beiden Bildungspolitikerinnen von SPD und Die Linke, Jutta Lieske und Gerrit Große zeigten sich zufrieden.

„Die Verbände und Vertreter der Kindertagesstätten begrüßen die Verbesserungen, die wir vorgenommen haben“, erklärte Große, „schließlich erleichtern wir damit zum einen den Erzieherinnen und Erziehern  die Arbeit und zum anderen ermöglichen wir den Kindern eine intensivere Betreuung“. Lieske erläuterte: „Je kleiner die Gruppe, die eine Fachkraft betreut, desto ausgiebiger kann auf jedes einzelne Kind eingegangen werden“. Die Aufstockung des sogenannten Betreuungsschlüssels schaffe somit verbesserte Voraussetzungen in der frühkindlichen Bildung und sei damit auch ein Baustein zu mehr Chancengerechtigkeit, betonten die beiden Bildungsexperten.

In der Stellungnahme der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hieß es: „Wir begrüßen ausdrücklich die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation“ und „für ebenso wichtig erachten wir die Sicherung der Sprachförderung und des Bestandschutzes“, wie es das Gesetz vorsieht. Und auch der Paritätische Landesverband sieht „einen weiteren Beitrag zur Entwicklung der Qualität in den Kindertageseinrichtungen“. Das zeige, dass die Gesetzesnovelle die Lebenswirklichkeit der Betroffenen aufgreife, sagten Große und Lieske.

Die Koalitionspolitikerinnen zeigten Verständnis für die geäußerten Wünsche nach weitergehenden Verbesserungen. Allerdings: „Die neun Millionen Euro in diesem und die jeweils 36 Millionen Euro in den kommenden Jahren sind schon ein enormer Kraftakt angesichts der Haushaltslage“, sagte Große. „Dahinter werden wir nicht zurückgehen, aber mehr ist gegenwärtig einfach nicht drin“, betonte Lieske, auch mit Blick auf andere wichtige Bildungsausgaben.

 
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