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A usstellung im Bürgerbüro in Bad Freienwalde:"Zeit zum Verweilen" Bilder von Brunhilde Deinhardt

Unterlagen zum ehemaligen Durschgangsheim Bad Freienwalde

Jutta Lieske hatte in der 50. Plenartagung des Brandenburger Landtages am 28.09.2017 eine mündliche Anfrage an die Landesregierung zu den Unterlagen der Bewohner des ehemaligen Durchgangsheimes in Bad Freienwalde gestellt. Die Anfrage wurde vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg beantwortet.

Die Antwort lautet wie folgt:

Das Durchgangsheim der Jugendhilfe in Bad Freienwalde unterstand bis zu seiner Auflösung zum 01.09.1987 dem Rat des Bezirkes Frankfurt (Oder). Grundsätzlich sind die Unterlagen über die Einweisungen in den Jugendhilfeakten der für den Wohnort der Eltern zuständigen Ämter, in den heutigen Kreisarchiven, zu suchen. Ob Heimunterlagen dem örtlichen Kreisarchiv übermittelt worden sind, ist nicht bekannt. Das für das Archivwesen zuständige Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat nachstehende Information bereitgestellt:

„Das Durchgangsheim der Jugendhilfe Bad Freienwalde unterstand dem Rat des Bezirkes Frankfurt (Oder). Es wurde mit Beschluss des Rates des Bezirkes Frankfurt (Oder) (11- 4/68) vom 16.02.1968 errichtet. Es sollte „Kapazitäten bündeln“, die vorher in den Kreisen vorgehalten wurden. Grundlage dafür war der Ministerratsbeschluss der DDR vom 28.05.1964.

Für das Durchgansheim wurden der Abteilung Volksbildung des Rates des Bezirkes Frankfurt (Oder) das Gebäude der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt in der Karl-Liebknecht-Straße 4 a (heute Adolf-Bräutigam-Straße) zur Nutzung übertragen. Die Kapazität sollte 20 Plätze umfassen. Zum 01.09.1987 wurde das bezirksgeleitete Durchgangsheim aufgelöst. Im Jugendwohnheim für Hilfsschüler „Erich Hannemann“ wurde stattdessen eine Aufnahmeabteilung mit 5 Plätzen eingerichtet und dem Rat des Kreises Bad Freienwalde unterstellt. Neuer Aufgabenschwerpunkt war die „Rückführung aufgegriffener Minderjähriger“. Das Gebäude wurde an die Volkspolizei (BdVP) Frankfurt (Oder) zurückübertragen.

Die im Brandenburgischen Landeshauptarchiv vorhandenen Unterlagen des Rates des Bezirkes enthalten nur wenige Informationen zur Verwaltung des Durchgangsheimes. Ob Unterlagen der Kinder und Jugendlichen 1987 an den Kreis übergegangen sind, lässt sich nicht ermitteln.

Da das Durchgangsheim lediglich eine Zwischenstation der Jugendhilfe war, ist zu vermuten, dass eventuelle Unterlagen den Einrichtungen, in die die Kinder und Jugendlichen verbracht wurden, übergeben wurden. Grundsätzlich sind die Unterlagen über die Einweisungen etc. in den Jugendhilfeakten der für den Wohnort der Eltern zuständigen Ämter, in den heutigen Kreisarchiven, zu suchen. Das Brandenburgische Landeshauptarchiv hat keine personenbezogenen Akten und keinen bestand zum Durchgangsheim.“

Hier die mündliche Anfrage:

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