159 Mio. Euro Förderung für Breitbandausbau in Märkisch-Oderland

Quelle. Cable master

Eine sehr gute Nachricht findet Jutta Lieske: Der Kreistag des Landkreises Märkisch-Oderland hat auf seiner Sitzung am 12. Dezember 2018 die Vergabe der Leistungen im Rahmen des geplanten Breitbandausbaus im Landkreis Märkisch-Oderland beschlossen. Grundlage waren die Richtlinien des Bundes und des Landes, die dem Landkreis die Förderung des Ausbaus ermöglichen, aber ihn auch an die Förderbedingungen gebunden haben. Für sieben Projektgebiete hat es Ausschreibungen und Bietergespräche gegeben. Der Zuschlag erfolgte für 6 Lose an die e.discom und für ein Los an die Deutsche Telekom. Insgesamt wird der Breitbandausbau in Märkisch-Oderland mit knapp 160 Mio. Euro gefördert. Der Landkreis übernimmt in diesem Zuge mit 8,4 Mio. Euro, den Eigenanteil für alle Gemeinden. Dem jetzigen Beschluss ging eine fast zweijährige Planungs- und Ausschreibungsphase voraus. Hierbei wurde der Ist- Ausbaustand im Landkreis ermittelt, der wiederum Basis für die Erfassung und Beplanung der laut Förderrichtlinie des Bundes unterversorgten Gebiete war.

Der Beigeordnete und Fachbereichsleiter Rainer Schinkel erklärt dazu:  „Die Versorgung mit Breitband entscheidet wie die Verkehrs- oder die Bildungsinfrastruktur über die Zukunftsfähigkeit der Regionen. Ein größeres Vorhaben hat der Landkreis in seiner Geschichte noch nicht auf den Weg gebracht. Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass dies alles schneller gegangen wäre. Die Modalitäten der Förderung von Bund und Land fordern ihren Tribut. Ziel ist und bleibt der Ausbau des Landkreises in seiner gesamten Fläche und unsere Entscheidung für die zukunftsfähigere Technologie, die Glasfasertechnologie. Hierbei wird es keinen Unterschied zwischen städtisch geprägten Siedlungsgebieten und dem ländlichen Raum geben. Wir geben damit auch allen Unternehmen, die sich im Landkreis ansiedeln oder erweitern wollen, eine klare Perspektive.

Der Landkreis hat dabei von Beginn an auf diese Glasfasertechnologie gesetzt, sodass  Änderungen der Förderrichtlinie im Juli 2018 ohne großen Arbeits- und  Zeitaufwand umgesetzt werden und ein entsprechender Upgrade-Antrag gestellt werden konnte.“

In den nächsten 3 Jahren werden ca. 34.000 Haushalte mit Glasfaser angeschlossen. Dafür sind ca. 2.000 Kilometer Tiefbau und 9.300 Kilometer Glasfaserkabel nötig. Der Ausbau ermöglicht aufgrund der Glasfasertechnologie Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s.

Nach Prüfung der Unterlagen durch die atene Kom (vom BMVI beauftragter Projektträger), der Erstellung der endgültigen Bescheide für die einzelnen Projektgebiete/ Lose durch Bund und Land und Vertragsunterzeichnung, ist mit dem Baubeginn im Frühjahr 2019 zu rechnen.